Die spannendsten zwei Wochen meines Lebens…

Ob man’s glauben will oder nicht, Corona hat auch manchmal was Gutes an sich: Ich hatte während meines Langstreckenfluges eine komplette Sitzreihe für mich alleine und konnte daher meine warme Mahlzeit mit einem Blockbuster und einer beeindruckenden Sicht auf Grönland im Liegen genießen.😎
Jedoch neun Stunden später wendete sich wieder das Blatt: Nach meinem Flug wurde ich in eine Unterkunft gebracht, bekam eine kleine Wohnung für mich alleine und wurde für die folgenden zwei Wochen vollständig isoliert. Mein Essen wurde mir vor die Tür gestellt und mein Tagesablauf bestand neben dem Onlineunterricht in der Woche aus Netflix, Netflix und Netflix. Somit wurde während meiner Quarantäne die Langeweile auf ein neues Level gebracht, wurde gänzlich neu definiert 😀
Hinzu kam, dass ich wegen des Rauches, der von den Waldbränden aus den USA hinaufzog, keine hundert Meter weit gucken konnte und zudem aufgrund des rauchigen Gestanks nicht einmal die Fenster öffnen durfte.
Letztendlich hat aber alles seinen Preis. Wenn die kanadische Regierung (zurecht) Ansteckungen aus dem Ausland kommend verhindern möchte, ist eine Quarantäne durchaus zumutbar.
So gingen auch meine „spannendsten zwei Wochen meines Lebens“ zu Ende ;-). Mein Auslandsjahr kann also beginnen . . .